Gewusst wie – Beratungsförderung für Ihr Unternehmen


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Für eine Beratungsförderung muss ein Unternehmen nicht zwangsweise zahlreiche Bedingungen und Auflagen erfüllen. Oft ist eine Förderung leichter als gedacht. Dafür muss ein Unternehmer lediglich wissen, welches von vielen Beratungsprogrammen zu seinem Unternehmen und seinem Anliegen passt. Für eine grobe Übersicht möchten wir Ihnen hier die wichtigsten Beratungsförderungen in Kurzform vorstellen.

Vor der Gründung greift das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW (BPW). Es handelt sich hierbei um eine klassische Gründungsberatung, bei der bis zu 50 Prozent der Beratungskosten übernommen werden können.

Das BAFA-Programm zur „Förderung unternehmerischen Know-Hows“ richtet sich an bereits gegründete Unternehmen. Dabei werden sowohl Jungunternehmen (bis zwei Jahre), aber auch Bestandsunternehmen (ab dem dritten Jahr) bezuschusst. Die Beratung umfasst dabei allgemein wirtschaftliche, finanzielle, personelle und organisatorische Themen. Neben dem BAFA-Programm können Unternehmen ab dem dritten Jahr auch das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) in Anspruch nehmen, um eine allgemeine betriebswirtschaftliche, organisatorische oder technische Beratung fördern zu lassen.

Benötigt ein Unternehmen eine mitarbeiterorientierte Beratung, so stehen die Potentialberatung und das Programm UnternehmensWert: Mensch zur Auswahl. Die Potentialberatung unterstützt die beteiligungsorientierte Beratung zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in verschiedenen Bereichen. Das Programm UnternehmensWert:Mensch wird mit 80 Prozent der Beratungskosten bezuschusst und fördert  vor allem die Entwicklung von mitarbeiterorientierten Personalstrategien.

Seit Januar 2018 gibt es nun auch UnternehmensWert:Mensch plus, als Beratungsprogramm zur Unterstützung von Innovationsprozessen in der digitalen Transformation.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Website unter dem Stichpunkt Fördermittel.

Haben Sie weitere Fragen oder interessieren Sie sich für ein konkretes Förderprogramm? Sprechen Sie uns gerne an!

Controlling: Von Mittelständlern häufig unterschätzt


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Controlling als Funktion dient der Unterstützung des Managements bei der Steuerung des Unternehmens. Dabei werden verschiedene Controlling-Instrumente eingesetzt, die die Planung, Koordination und Kontrolle der betrieblichen Abläufe vereinfachen und teilweise überhaupt erst ermöglichen sollen. Mit steigender Unternehmensgröße wächst auch die Bedeutung des Controllings, dennoch halten viele Mittelständler das Thema für überflüssig und zu teuer, Daten des Steuerberaters werden zur betriebswirtschaftlichen Analyse oft für ausreichend gehalten.

Damit entgehen den Unternehmen jedoch viele Chancen und es werden hohe Risiken in Kauf genommen – genauso wie z.B. ein Auto kann auch ein Unternehmen nicht dauerhaft blind gesteuert werden.

Zu den Aufgaben des Controllings gehört insbesondere die interne Kostenrechnung, bei der die im Betrieb anfallenden Kosten den beanspruchenden Kostenstellen und Kostenträgern, also den einzelnen Produkten oder Dienstleistungen, zugeteilt werden. Nur so wird überhaupt sichtbar, welche Produkte tatsächlich profitabel sind und ausgehend davon können konkrete strategische Überlegungen abgeleitet werden (Marketingbudget, Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen etc.). Außerdem können mit Hilfe dieser Analysen Deckungsbeiträge berechnet werden (wichtig z.B. für kurzfristige Preisentscheidungen bei Zusatzaufträgen), die Prozessstruktur im Unternehmen kann ermittelt, bewertet und optimiert werden, die Produktionseffizienz gemessen und Planrechnungen erstellt werden.

Die handwerkliche Umsetzung gestaltet sich dabei wesentlich leichter, als viele Unternehmer zunächst glauben. So reicht meistens ein einfaches Tabellenkalkulationsprogramm wie z.B. Excel als Software aus. Das dazugehörige Know-how kann durch die Einstellung eines Controllers oder durch Schulungen von externen Unternehmensberatern eingeholt werden.

 

KfW-Studie 2016: Finanzierungssituation auf Allzeithoch


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Die jährlich von der KfW durchgeführte Unternehmensbefragung kommt in ihrer aktuellen Veröffentlichung zu dem Ergebnis, dass sich die Finanzierungssituation der Unternehmen in Deutschland auf einem positiven Allzeithoch befindet. Als Gründe hierfür werden einerseits niedrige Zinsen und gelockerte Kreditrichtlinien auf Seiten der Banken und andererseits eine geringere Kreditnachfrage auf Seiten der Unternehmen aufgrund der allgemein guten Wirtschaftsentwicklung und einer hohen Eigenfinanzierungskraft genannt.

Nach wie vor hängt der Zugang zu Krediten jedoch von der Branchenzugehörigkeit und vor allem dem Finanzierungsanlass ab. Außerdem haben kleine und mittelständische Unternehmen erheblich größere Schwierigkeiten einen Kredit zu bekommen, als Unternehmen mit über 50 Mio. EUR Jahresumsatz.

Als ausschlaggebend für den Zugang zu Bankkrediten und gute Konditionen werden u.a. folgende Faktoren genannt:

  • eine gute Dokumentation des Vorhabens, z.B. in Form eines detaillierten und gut strukturierten Businessplans,
  • die Eigenkapitalquote der Unternehmen,
  • Kreditsicherheiten sowie
  • der Finanzierungsanlass.

Als Unternehmensberatung stehen wir Ihnen gerne bei Planung der Finanzierung Ihres Unternehmens zur Seite. Wir klären über die Möglichkeiten der Finanzierung auf (lokale Banken, staatliche Fördermittel, alternative Finanzierungsinstrumente etc.), helfen Ihnen bei der Erstellung des Businessplans und anderer Planrechnungen und können Sie optimale auf Bankgespräche vorbereiten.

Bewertung von Unternehmen bei der Nachfolgeregelung


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Wenn im Rahmen der Nachfolgeregelung das Unternehmen verkauft oder übergeben werden soll, ist es sinnvoll, zunächst den genauen Wert des Unternehmens zu bestimmen. Dazu stehen verschiedene Bewertungsverfahren zur Verfügung, die im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Das älteste und vielleicht intuitivste Verfahren zur Bestimmung des Unternehmenswertes ist das Substanzwertverfahren. Die Grundidee ist einfach: der Unternehmenswert entspricht den Einnahmen, die erzielt würden, wenn man die Vermögensgegenstände des Unternehmens heute am Markt veräußern würde (Liquidationswert). Eine zweite Variante des Substanzwertverfahrens ist der Reproduktionswert. Hierbei wird überlegt, wie hoch die Ausgaben wären, würde man eine exakte Kopie des Unternehmens auf einer grünen Wiese neu bauen wollen.

Eine höhere wissenschaftliche Anerkennung genießen die so genannten Verfahren der Zukunftserfolgswerte. Hierbei werden die geschätzten zukünftigen Kapitalzuflüsse, die aus der unternehmerischen Tätigkeit erwartet werden, mit dem unternehmensindividuellen Kapitalkostensatz abgezinst. Die Summe der diskontierten zukünftigen Überschüsse entspricht dem Unternehmenswert. Der Vorteil der Diskontierung liegt unter anderem darin, dass Informationen wie individuelle Fremdkapitalkosten, Branchenrisiko und die verlangte Rendite der Eigentümer berücksichtigt werden können. Die bekanntesten Verfahren sind das Ertragswertverfahren sowie verschiedene Ausprägungen des DCF-Verfahrens.

In der Praxis der Unternehmensbewertung ebenfalls häufig anzutreffen sind die so genannten Vergleichswertverfahren. Dabei kann zum Beispiel geschaut werden, wie hoch der Marktwert von vergleichbaren Unternehmen bei Transaktionen in der nahen Vergangenheit lag. Oder man folgt bestimmten branchenspezifischen Daumenregeln, beispielsweise „der Wert eines Unternehmens entspricht dem letzten Jahresüberschuss bereinigt um Abschreibungen und multipliziert mit sechs“.

Welches Verfahren für Sie am besten geeignet ist, hängt von Ihrer individuellen Situation und den Zielsetzungen der Bewertung ab. Außerdem bietet sich oft eine Kombination mehrerer Verfahren an.